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Gereifte Weine – der Charme der alten Tropfen

Publiziert von Peter Niederberger

Kurz zum Einstieg ein paar Worte zur aktuellen Trinkkultur. 

Die derzeitige Situation für Weintrinker stimmt viele Winzer traurig. Viel zu viele Weine werden einfach zu jung getrunken. Vielerorts findet man oftmals ausschliesslich Weine jüngerer Jahrgänge.

Weingüter haben aber meist nicht genug Platz, um ihre Weine über Jahre zu lagern. Bei vielen Gastronomen und auch Privatpersonen sind die Lagerkosten zu hoch und viel Kapital wird gebunden, als dass sie es sich leisten könnten, die Weine Jahre später zu trinken. Jung trinken ist „in“, gereifte Weine trinken ist hingegen komplett aus der Mode geraten.

Bei den einfachen Qualitäten ist das auch durchaus gerechtfertigt. Grosse Weine brauchen jedoch einfach Zeit und Reife, bis sie ihren optimalen Höhepunkt erreichen.

In der Jugend sind die einzelnen Bestandteile im Wein auf der Suche nach Bindungspartnern und schmecken aggressiv. Während der Reife binden sich die Moleküle und harmonieren. Was chemisch klingt, lässt sich aber auch viel einfacher erklären: Bei trockenen Weissweinen stehen sich im jungen Stadium Süsse, Säure und Alkohol gegenüber. Von jugendlicher Säure ist gern die Rede. Sie ist spitz und dominiert den Wein im Nachklang. Gereifte Weine werden weicher und runder. Die anfangs spitze Säure vermählt sich mit der Süsse.

Bei den edelsüssen Weinen wie Auslese, Trockenbeerenauslese oder Eiswein schmeckt die Süsse in diesem jungen Stadium eher üppig und aufdringlich, als dass sie harmonisch ist. Diese Spitzenweine brauchen manchmal Jahrzehnte, um ihren optimalen Reifezeitpunkt zu erlangen und können fast endlos altern.

Rotweine sind in der Regel trocken. Hier müssen Alkohol, Säure und Gerbstoffe zueinander finden. Insbesondere die Gerbstoffe/Tannine sind in der Jugend hart und rau, der Wein schmeckt dann sehr oft bitter.

Die optimale Trinkreife hat der Wein erreicht, wenn sich alle Komponente perfekt miteinander harmonisiert haben. Auch wenn die Weine bei der Abfüllung gefiltert, geschwefelt und stabilisiert werden: Wein ist und bleibt ein lebendiges Produkt und der Zeitraum bis zum optimalen Trinkgenuss ist bei jedem Wein, bei jeder Rebsorte und bei jedem Jahrgang unterschiedlich lang.

Alte und gereifte Weine zu öffnen ist immer ein magischer Moment. Wie mag ein fast 40-jähriger Wein wohl schmecken oder ist er noch trinkbar? Irgendwie liebe ich diese Weinmomente, vor allem wenn der Wein mir dann grosse Trinkfreude bereitet.

Lassen Sie sich von uns inspirieren und probieren Sie mal einen „älteren Jahrgang“!

Hier ein paar Weinvorschläge aus unserem Sortiment:

Malabar WO, Spice Route, Fairview Paarl >>>

Godelia Seleccion Tinto Caja DO, Bodegas Dogelia, Bierzo >>>

Roero Antaniolo Riserva DOCG, Azienda Pelassa, Montà d’Alba >>>

Viognier WO, Saronsberg, Tulbagh >>>

 

07
Feb


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