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Gerüche und Wein

Publiziert von Peter Niederberger

Weine und Rebsorten unterscheiden sich am stärksten am Geruch. Der Begriff Weinaromen bezieht sich somit auf die Nase des Weines. Manche Weine riechen zum Beispiel eher fruchtig, andere sind eher mineralisch.

Bei einer Verkostung wendet man sich zuerst der Farbe des Weines zu. Danach setzt man sich intensiv mit den Weinaromen auseinander.

Diese lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

  • Primäre Weinaromen
  • Sekundäre Aromen
  • Tertiäre Aromen

Primäre Weinaromen stammen von der Rebsorte selbst. Vereinfacht ausgedrückt sind die Fruchteindrücke teil der primären Aromen. Typische primäre Weinaromen sind: Johannisbeere oder Pflaumen für Rotwein, Apfel und Zitrusfrüchte für Weisswein.

Sekundäre Aromen entstehen bei der Gärung des Weines, also im Produktionsprozess. Typische sekundäre Weinaromen sind: Hefe, laktische Eindrücke und sogar Konfitüre.

Tertiäre Aromen entstehen sowohl beim Ausbau im Fass, als auch bei der Alterung des Weines. Typische tertiäre Weinaromen sind: Holz, Vanille, feuchte Blätter.

„Was soll das eigentlich? Wein entsteht doch aus Trauben. Muss er denn nicht nach Trauben riechen?“

Diese Frage ist in der Tat berechtigt. Dennoch kann der Wein nach allem möglichen riechen, nur findet man selten Trauben im Geruch wieder. Kommt es einmal vor, ist das schon Besonderheit.

Viele Verkaufsstellen geben die Aromen auf der Etikette an. Da Wein aber für jeden Menschen anders schmeckt, macht es Sinn, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Für den schnellen Einstieg gibt es allerdings ein paar Orientierungshilfen:

  • Sangiovese riecht oft nach Kirsche
  • Tempranillo hat eine pflaumige Nase
  • Cabernet Sauvignon Weine, besonders aus dem Bordeaux, weisen einen starken Eindruck vom Johannisbeere auf
  • Spätburgunder hat neben den Fruchteindrücken einen laktischen Geruch
  • Typische Riesling-Aromen sind grüner Apfel und Honig für Weine mit mehr Restzucker
  • Sauvignon Blanc ist fruchtbetont mit starken Eindrücken von Grapefruit
  • Gewürztraminer riecht nach dem Saft in einer Litschi-Dose
  • Ältere Weine von hoher Qualität entwickelen mehr tertiäre Weinaromen

Die Weinaromen hängen eng mit dem Klima zusammen. Dadurch kommt es oft vor, dass ein Wein aus einer Region ganz anders riechen kann als der aus einer anderen Region – auch wenn er aus derselben Rebsorte gekeltert worden ist.
Stammt ein Wein beispielsweise aus einer kälteren Region, sind die Geruchseindrücke oft frischer. Kommt der Wein aus einer wärmeren Region, sind die Aromen meist reifer.

Dazu habe ich auch gleich zwei Beispiele:

Ein Chardonnay aus dem Burgund vermittelt Geruchseindrücke von Apfel oder Zitrusfrüchten. Ein Chardonnay aus Kalifornien duftet nicht selten nach Mango und Passionsfrucht.

Ein Cabernet Sauvignon aus dem Bordeaux riecht manchmal nach grünem Paprika und vermittelt einen kräuterigen Eindruck. Ein Cabernet Sauvignon aus Australien wird gekennzeichnet von (über)reifen Johannisbeeren.

Um die meisten Gerüche im Wein schneller erkennen zu können, muss der Wein gelüftet werden. Dazu schwenkt man das Glas kurz und intensiv. Durch die Luftzufuhr können sich die Weinaromen frei entfalten und der Wein wirkt deutlich komplexer.

Somit heisst es nun; degustieren – analysieren und dann geniessen – Schluck für Schluck!

16
Jul


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